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Aktuelles




Evangelische Kirche nimmt Evangelikale vor Diffamierung in Schutz
Nach der Sommerpause rügte der Rat der EKD verzerrte Darstellung im ZDF-Magazin „Frontal 21“

BRETTEN / HANNOVER. Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) nahm in einer öffentlichen Erklärung die Evangelikalen vor Diffamierung in Schutz und verurteilte den ZDF-Beitrag, der sie in die Nähe islamischer Terroristen rückte. Das Leitungsgremium rügte, dass in jüngster Zeit mehrfach Veranstaltungen, Aktivitäten und Positionen von evangelikalen Christen mit pauschaler Kritik überzogen worden sind. Viele von ihnen gehörten mit ihrer tiefen persönlichen Frömmigkeit, ihrem nachhaltigen Eintreten für eine missionarische Kirche und ihrem diakonischen Engagement zum Kern der evangelischen Kirchengemeinden. Keiner der jungen Leute, die in der Sendung befragt wurden, sei auch nur in die Nähe des Gedankens gekommen, unschuldige Menschen durch ein Selbstmordattentat mit in den Tod zu reißen. (Martin Kugele – 5. September 2009)

Link zur idea-Meldung:
www.idea.de/nachrichten/detailartikel/artikel/ekd-nimmt-evangelikale-vor-diffamierung-in-schutz.html


Evangelisches Missionswerk (EMW) unterstützt EKD-Erklärung

BRETTEN / FREUDENSTADT. Auch das Evangelische Missionswerk (EMW) hat auf seiner Mitgliederversammlung die ZDF-Berichterstattung über evangelikale Missionswerke kritisiert und stellte sich hinter den Rat der EKD. Das EMW verweist darauf, dass Entführung und Mord von Missionaren Verbrechen seien, die unter keinen Umständen gerechtfertigt werden dürften. Man beobachte mit Sorge, dass in einigen Medien alle Formen christlichen Zeugnisses in Ländern mit mehrheitlich nichtchristlicher Bevölkerung undifferenziert verurteilt würden. Von professionellem Journalismus erwarte man solide Recherche und die korrekte Darstellung der Fakten. „Wir weisen wie der Rat der EKD darauf hin, dass christliche Märtyrer Gewalt erleiden, sie aber nicht anderen zufügen.“

EMW stellt sich an die Seite der AEM
Man stelle sich zudem an die Seite der öffentlich angegriffenen Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen (AEM) und nehme sie gegen ungerechtfertigte Kritik in Schutz - unabhängig davon, dass es zwischen AEM und EMW unterschiedliche Verständnisse in der konkreten Durchführung diakonischer und missionarischer Projekte gebe. Darüber sei man miteinander im Gespräch. Die EMW schließe die Entführten in ihre Gebete ein.
(idea – 9. September 2009)





Missionsdirektor Dr. Detlef Blöcher

Weltmission ist kein „Abenteuer-Trip“
AEM-Vorsitzender weist Vorwürfe in den Medien zurück

SINSHEIM. Die Gefahren bei einem Missionseinsatz in anderen Kulturen sind „wesentlich kleiner als bei einer Klettertour im Himalaya, einer Bustour durch Mexiko oder einem Tauchkurs im Roten Meer“. Mit diesen Worten hat der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen (AEM), Missionsdirektor Dr. Detlef Blöcher (Sinsheim bei Heidelberg), Vorwürfe in den Medien zurückgewiesen, Missionseinsätze in Risikogebieten seien eine Art „Abenteuer-Trip“, die Mitarbeiter unnötig gefährdeten. Hintergrund der Diskussion ist die Ermordung von zwei deutschen Bibelschülerinnen und einer Südkoreanerin im Juni im Jemen. Sie waren zusammen mit einer fünfköpfigen Familie aus Sachsen und einem Briten entführt worden, die nach wie vor spurlos verschwunden sind. Die „Berliner Zeitung“ hatte behauptet, die Bibelschülerinnen seien in einem Missionseinsatz „verheizt“ worden. In einem idea-Interview sagte Blöcher dazu: „Das ist eine böswillige Unterstellung und zeugt von Ignoranz.“ Es gebe keinen Hinweis dafür, dass die Frauen sich unangemessen verhalten oder versucht hätten, anderen ihren Glauben aufzudrängen. Blöcher fragt: „Will man den Mitarbeitern zum Vorwurf machen, dass sie in einer der ärmsten Regionen der Welt geholfen haben?“ Scharfe Kritik übte er auch an Beiträgen in der ZDF-Sendung „Frontal 21“ und im Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“, die Evangelikale in die Nähe islamischer Terroristen gerückt hatten: „Es ist erschütternd, wenn Botschafter des Friedens und der Versöhnung mit Selbstmordattentätern verglichen werden, uneigennützige Helfer mit Verbrechern, die möglichst viele Ungläubige in den Tod reißen wollen.“

Missionare sind wie Feuerwehrleute
Blöcher vergleicht Missionare mit Feuerwehrleuten, Polizisten, Bergwacht-Mitarbeitern oder Soldaten bei UN-Friedensmissionen: „Sie alle gehen ein kontrolliertes Risiko ein, um Menschen in Not zu helfen.“ Man bewundere zu Recht den Mut von Journalisten, Umweltaktivisten und Menschenrechtlern, die ihr Leben in Krisengebieten aufs Spiel setzten. „Gibt man ihnen auch die Schuld, wenn sie zu Schaden kommen?“ fragt der AEM-Vorsitzende. Nach seinen Angaben werden Missionare auch bei einem Kurzzeiteinsatz gut vorbereitet und vor Ort durch erfahrene Mitarbeiter begleitet. Sie seien in eine einheimische Kirche eingebettet. Missionswerke legten großen Wert darauf, ihre Mitarbeiter nicht unangemessenen Risiken auszusetzen. Blöcher wandte sich auch gegen Forderungen, auf Mission in der islamischen Welt zu verzichten: „Meine muslimischen Freunde haben eine panische Angst vor dem Sterben, weil sie nicht wissen, was sie danach erwartet. Ohne Jesus Christus gibt es keinen Frieden und kein ewiges Leben mit Gott. Darum kann ich – trotz der damit verbundenen Gefahren – Muslimen diese Botschaft nicht vorenthalten.“ Die AEM ist der größte protestantische Missionsdachverband in Europa. Ihre Mitgliedswerke haben fast 4.000 Missionare ausgesandt.

Link zum Interview mit Dr. Blöcher:
http://www.bb-baden.de/pdf/Bloecher-Interview.%20Weltmission.pdf

(idea – 2. September 2009)



Angriff auf die christliche Mission im ZDF-Magazin „Frontal 21“
Pfarrer Hermann Traub von der Ev. Vereinigung: „Übelste Tendenzberichterstattung“

KRAICHTAL. Auf heftige Kritik bei vielen Christen in Baden und bundesweit stieß der Angriff auf missionarisch engagierte junge Christen im ZDF-Magazin „Frontal 21“ am 4. August. Bereits in der Hinführung zum Filmbeitrag wurden sie mit islamistischen Selbstmordattentätern verglichen. Der Vorsitzende der Ev. Vereinigung für Bibel und Bekenntnis in Baden, Pfarrer Hermann Traub, rügt in einem umgehenden Brief an das ZDF diesen Beitrag mit dem Titel „Sterben für Jesus – Missionieren als Abenteuer“ als Tendenzberichterstattung der übelsten Sorte."

Man wolle den Zuschauern weismachen, „dass Mission = Märtyrer = Selbstmordattentäter“ sei. Junge Christen würden „als potenzielle Kämpfer des Fundamentalismus“ dargestellt, der irgendwann in Terrorismus umschlage. Traub fordert neben einer sachlichen Richtigstellung auch eine Entschuldigung des ZDF-Intendanten. Der Frontal-Beitrag verhöhne Christen, christliche Hilfswerke und ihren weltweiten Einsatz. Ein solcher „unseriöser Journalismus“ bereite einem Denken den Weg, „dass christlicher Glaube immer in einen terroristischen Fundamentalismus führen will und deshalb wie der islamische Fundamentalismus eine Bedrohung darstellt“.

Diffamierung missionarischer Einsätze im Ausland
In der Abmoderation des Beitrags hieß es: „Bereit sein, für Gott zu sterben: Das klingt vertraut – bei islamischen Fundamentalisten. Doch auch für radikale Christen scheint das zu gelten.“ Anlass für den Beitrag war die Ermordung von zwei Studentinnen der Bibelschule Brake und einer Südkoreanerin im Juni im Jemen. Die Bibelschülerinnen Rita Stumpp (26) und Anita Grünwald (24) hatten ein Praktikum an einem Krankenhaus absolviert. Zu Beginn des Beitrags hieß es, angeworben von evangelikalen Missionswerken verbreiteten junge Christen den „rechten Glauben“ vor allem in Gegenden, die mit der Lehre Jesu unerreicht seien – in Nordafrika, dem Mittleren Osten und Asien. Willkommen seien sie dort nicht: „Manche bezahlen ihr Missionsabenteuer mit dem Leben.“

Die Autoren des Beitrags, Arndt Ginzel, Martin Kraushaar und Ulrich Stoll, vertreten die Ansicht, dass es eine „lange, unheilige Tradition“ gebe, für Gott als Märtyrer zu sterben: „Auf dem Missionarsfriedhof in Korntal liegen jene, die den Evangelikalen noch heute als Vorbild dienen.“ In Korntal bei Stuttgart, wo die Ev. Brüdergemeinde wirkt und einst bedeutende Missionare aussandte, ist auch der Sitz der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen (AEM) und ihrer Missionsakademie. Ihr Vorsitzender, Missionsdirektor Dr. Detlef Blöcher (Sinsheim bei Heidelberg), übte in einem Brief an das ZDF heftige Kritik an der „platten Polemik“ des ZDF-Beitrags.

Badischer Missionsdirektor wies Vorwürfe zurück
Missionsleiter Dr. Blöcher (Deutsche Missionsgemeinschaft, DMG) aus Sinsheim bei Heidelberg wirft den Autoren eine „diskriminierende Haltung und Doppelmoral“ vor. Es sei „großartig“, wenn sich junge Leute mit ganzem Herzen für ein großes Ziel im Leben einsetzen, zumal wenn sie dabei Menschen in Not helfen.

Blöcher: „Dies hat aber nichts mit Todessehnsucht oder Selbstmordkommando zu tun, wie die Autoren böswillig unterstellen“, so Blöcher, der auch AEM-Vorsitzender ist. Die Autoren täten so, „als gäbe es keinen Unterschied zwischen der biblischen Botschaft der Liebe und Versöhnung und dem unbändigen Hass radikaler Islamisten, möglichst viel Blut von ‚Ungläubigen’ zu vergießen“.

Der welt- und missionserfahrene Theologe bezeichnet es als Doppelmoral, wenn man einerseits Journalisten und Umweltaktivisten bewundere, die ihr Leben für Recherchen aufs Spiel setzten, während andererseits Christen, die von ihrem Glauben begeistert seien, als „Fanatiker“ abgetan und mit „Abscheu“ betrachtet würden. Blöcher weist ferner den Vorwurf zurück, dass evangelikale Missionswerke in Deutschland ihre Mitarbeiter bei Auslandseinsätzen unkalkulierbaren Risiken aussetzten. Diese Werke seien mehr auf Sicherheit bedacht als viele Reiseveranstalter.

Blöcher kritisiert ferner, dass die „Frontal 21“-Redakteure mit versteckter Kamera gedreht und damit Hausfriedensbruch begangen hätten: „Gleichzeitig werfen sie aber Christen Gesetzesbruch vor, wenn sie neben ihrem Friedens- und Entwicklungsdienst vielleicht auch mal eine Bibel weitergeben.“ Dabei übersähen die Journalisten völlig, dass in den betreffenden Ländern die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte als viel gefährlicher angesehen werde als eine Bibel. Die AEM ist der größte Missionsdachverband in Deutschland. Die 92 Mitgliedswerke haben rund 3.900 Mitarbeiter in alle Welt entsandt.

Evangelische Allianz legte Programmbeschwerde ein
Der Medienbeauftrage der Deutschen Ev. Allianz, Wolfgang Baake, legte Programmbeschwerde ein. In dem ZDF-Beitrag werde der Versuch unternommen, christliche Märtyrer, die es auch heute noch gebe, zu diffamieren. Baake, der auch Geschäftsführer des Christlichen Medienverbundes KEP (Konferenz Evangelikaler Publizisten) ist, schrieb: „Dass die christliche Kirche in ihrer 2.000-jährigen Geschichte Kirchengeschichte Märtyrer hatte, wird verschwiegen.“



Friedhof der Brüdergemeinde Korntal.

Außerdem würden unwahre Behauptungen aufgestellt. So werde ein Friedhof in Korntal gezeigt, auf dem angeblich um ihres Glaubens willen ermordete Christen bzw. Missionare beerdigt worden sein sollen. Richtig sei, „dass auf dem Friedhof nicht eine einzige Person beerdigt ist, die diesem Personenkreis zuzurechnen wäre“. Außerdem hätten sich „Frontal 21“-Mitarbeiter in der Korntaler Akademie für Weltmission als Studenten ausgegeben und mit versteckter Kamera gedreht. Damit seien Rechtsbrüche in Kauf genommen worden. Baake: „Alle diese Beispiele begründen die Vermutung, dass die Frontal-Redaktion nicht recherchiert hat, um einen Beitrag über christliche Mission wertfrei zu dokumentieren.“ Sie habe vielmehr versucht, Klischees durch gezielte Manipulation zu untermauern. Baake fordert eine sachliche Richtigstellung und legte eine offizielle Programmbeschwerde ein.

Der christlichen Medienfachmann wandte sich gegen den Versuch, christliche Märtyrer der Gegenwart zu diffamieren. Er hielt der Frontal-Redaktion auch journalistisches Fehlverhalten vor. So habe sich ihr Reporterteam als „interessierte Studenten“ in die Akademie für Weltmission in Korntal eingeschlichen, um mit verdeckter Kamera dort Aufnahmen zu machen und Interviews zu führen – ohne Erlaubnis.



Auch in der Bibelschule Brake, von der zwei Absolventinnen bei ihrem caritativen Einsatz im Jemen umgebracht worden waren, wurden Gespräche mit angeblichen Bibelschülerinnen veröffentlicht. Auch diese Aufnahmen sind, so Baake, „manipuliert“. So habe z. B. die Leitung der Bibelschule Brake dem ZDF in einer Programmbeschwerde mitgeteilt, dass die interviewten Teenies nicht Bibelschülerinnen gewesen seien, sondern Jugendliche, die sich mit ihren Eltern für einen Tag in Brake aufgehalten hätten. Dem ZDF habe man bereits während der Aufnahmen in Brake mitgeteilt, dass sich derzeit keine Bibelschüler auf dem Gelände befänden, weil sie sich im Sommerurlaub bzw. im Gemeindeeinsatz befänden. All diese Beispiele beweisen, dass das ZDF nicht die Absicht hatte, „vorurteilsfrei“ über christliche Missionare zu berichten, sondern ein Klischee bedienen wollte, dass evangelikale Mission in die Nähe von muslimischen, gewaltbereiten Fundamentalisten rückt.



Unternehmer Weyel unternahm rechtliche Schritte.

Christlicher Unternehmer stellte Strafantrag gegen die Autoren
Inzwischen hat der gläubige Unternehmer Ulrich Weyel (Gießen) Strafantrag wegen Verleumdung gegen drei Frontal21-Journalisten gestellt, die missionarisch engagierte Christen mit islamischen Selbstmordattentätern verglichen. „Eingeblendete Filmszenen von bewaffneten, terroristischen Islamkämpfern zielen darauf ab, die ‚Radikalität’ der christlichen Missionen den selbstmörderischen Verbrechen islamistischer ‚Gotteskrieger’ gleichzusetzen. Sie machen das Ausmaß dieser Verleumdung anschaulich“, schrieb Weyel in der Begründung an die Staatsanwaltschaft Gießen. Der Beitrag sei eine „schlimme Grenzüberschreitung“. Teile der Sendung empfinde er als Beschimpfung und sogar Hetze, so Weyel. Er fühle sich durch den Beitrag „zutiefst verletzt“, weil dieser die Christen der Ev. Allianz im Allgemeinen diskreditiere.



Ev. Kirche: Gudrun Lindner schrieb dem ZDF.

EKD-Ratsmitglied: Christen sind keine Terroristen!
EKD-Ratsmitglied Gudrun Lindner äußerte sich in einem Brief an ZDF-Intendant Schächter „entsetzt“ über den Vorwurf an christliche Missionare, es gebe eine lange, unheilige Tradition, für Gott als Märtyrer zu sterben den Beitrag: „Ausgerechnet von einem öffentlich-rechtlichen Sender werden ideologische Mauern errichtet.“ Wenn man Christen überhaupt „radikal“ nennen könne, dann seien sie es zuerst gegen sich selbst und freiwillig, indem sie „ganz und gar der Friedens- und Hilfsbotschaft Jesu“ folgten: „Christen sind keine Attentäter und keine Terroristen. Wo sie es in der Vergangenheit waren, konnten sie sich nicht auf Christus berufen.“ Lindner erinnerte Schächter an dessen Besuch beim Rat der EKD: „Ich hoffe, Sie haben dem damaligen Gespräch die wohlwollende Unterstützung des öffentlich-rechtlichen Fernsehens durch die Evangelische Kirche entnehmen können.“ Diese Unterstützung gelte insbesondere einer gut recherchierten Berichterstattung und eines toleranten Miteinanders. „Häme und Diskreditierung gehören nicht dazu“, so Lindner. Ihre Bitte an Schächter: „Sorgen Sie bitte für ein Zweites Deutsches Fernsehen, das die Bezeichnung ‚öffentlich-rechtlich’ weiterhin verdient!“



Landesbischof Jochen Bohl tief betroffen.

Bischof Bohl begrüßt missionarischen Einsatz von Jugendlichen
In den Protest gegen einen ZDF-Beitrag über christliche Missionswerke hat sich auch Landesbischof Jochen Bohl (Dresden) eingereiht. Mission und Entwicklung gehörten für die weltweite Arbeit der Kirchen und ihr nahestehender Hilfsorganisationen zusammen, so Bohl: „Es ist zu begrüßen, wenn sich Jugendliche für eine gute Sache einsetzen – hier in Deutschland und auch in anderen Ländern.“ Es sei daher diffamierend, junge Christen auf eine Stufe mit Koma-Säufern zu stellen, wie im Beitrag geschehen. Die Sächsische Landeskirche bangt derzeit um das Wohl einer Familie aus Bautzen, die im Jemen entführt worden ist. Es sei unverantwortlich, den selbstlosen Einsatz in anderen Kulturen als „bloßes Abenteuer“ zu bezeichnen.

Auch Dieter Messner, Vorsteher der Ev. Brüdergemeinde Korntal (www.bruedergemeinde-korntal.de), kritisierte den durch die versteckte Kamera suggerierten Eindruck, es handele sich bei der Akademie für Weltmission in Korntal um eine konspirative und gefährliche Einrichtung, bei der man nur heimlich filmen könne.

(Martin Kugele – 25. August 2009)




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