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Aktuelles

Ansprachen der Christustage jetzt im Internet
An Fronleichnam, 3. Juni, waren wieder 17 Christustage in Baden-Württemberg, vier davon in Baden, in Mannheim, Freiburg, Stutensee-Spöck bei Karlsruhe und Keltern-Ellmendingen bei Pforzheim. Sie stärkten Christen und Gemeinden in Glaubensmüdigkeit und Krisen, ermutigten zur Nachfolge trotz Gegenwind, Motto „Jesus trotzdem folgen“. Die wegweisende Ansprache von Dekan Rainer Kiess in Ellmdingen finden Sie unter unseren Dokumentationen (Link: www.bb-baden.de/html/dokumentationen.php), auch das „Wort zur Orientierung" unseres Vorsitzenden Hermann Traub zum Christustag. Weitere Ansprachen sind unter www.christustag.de im Internet. (MK - 25. Mai 2010)
Lesen Sie in unseren Dokumentationen auch die aktuelle Themen-Predigt von Pfarrer Theo Breisacher aus Karlsbad-Spielberg bei Karlsruhe in der Reihe "Auf dem Weg zu einer reifen Persönlichkeit" am 13. Juni 2010: "Nein sagen können" (www.bb-baden.de/pdf/Breisacher.13-6-10%20Neinsagenkoennen.pdf) und am 6. Juni über den 1. Johannesbrief, Kap. 4, Vers 16b, Thema: „Gefühle der Liebe und Taten der Liebe", Link: www.bb-baden.de/pdf/Breisacher.6-6-10%201.Joh.4,16.Lena.pdf. Für den in der Predigt erwähnten Eurovisionssong von Lena – das Liebeslied „Satellite“ – finden Sie eine deutsche Übersetzung unter folgendem Link: www.songtexte.com/uebersetzung/lena-meyer-landrut/satellite-deutsch-1bd69dd0.html
„Wort zur Orientierung" zu den Badischen Christustagen 2010
Der Vorsitzende unserer Vereinigung, Pfarrer Hermann Traub, hat zu den vier badischen Christustagen ein aktuelles „Wort zur Orientierung" verfasst. Darin begrüßt er die Initiative von Landesbischof Ulrich Fischer (Karlsruhe), die Taufe zum Thema zu machen. Die Kirche müsse besonders engagierten jungen Christen erläutern, warum die Kindertaufe gültig sei und es keiner „Glaubenstaufe" im Erwachsenenalter bedarf, wie sie von vielen Freikirchen praktiziert wird. Auf Bedenken stoßen die vom Bischof angeregten regionalen Tauffeste außerhalb der Ortsgemeinden. Solche „Tauf-Events" erreichen wohl die Öffentlichkeit und erreichen vielleicht viele Leute, aber die Einbindung in die Ortsgemeinde muss geklärt werden. Die Kirche muss auch herausstellen, dass nach dem Neuen Testament für das Heil des Menschen nicht seine Taufe entscheidend ist, sondern sein Glaube, so Traub in dem Dokument. - Link zum PDF-Dokument: Wort der Orientierung

Christustage 2010 boten frohe Gemeinschaft
Ermutigung für angefochtene Christen - Geistliche Orientierung für Heute und Morgen
FREIBURG. Trotz Regen und Urlaubszeit besuchten 11.000 evangelische Christen an Fronleichnam (3. Juni 2010) die 17 regionalen Christustage in Baden-Württemberg. In packenden Bibelauslegungen unter dem Motto „Jesus trotzdem folgen“ befassten sich etwa 50 Redner mit den Konsequenzen des Glaubens für den Alltag. Nach Ansicht von Altbischof Gerhard Maier (Tübingen) haben evangelische Christen gelegentlich falsche Vorstellungen von ihrem Glauben. Anstatt die biblische Mahnung ernstzunehmen, sich auf Verfolgungen einzustellen, träumten sie gelegentlich von einer besseren Welt und einer siegreichen Mission, sagte Maier bei der Regionalkonferenz in Bad Liebenzell.

In Ellmendingen bei Pforzheim rief Pfarrer Günther Wacker (Dritter von links oben im Bild) dazu auf, an Jesus auch in Krisen festzuhalten: „Christus sei das Fundament, auf dem unser Glaube gründet!“. „Nachfolge hat Folgen!“ Daran erinnerte Dekan Rainer Kiess aus Filderstadt (Zweiter von links) in seiner Bibelarbeit (Mt. 11,2-6) in der Barbarakirche. Der Weg mit Jesus bringe eher Streit statt Harmonie, Kreuz statt Couch, aber er stehe für Gewinn statt Verlust. Viele Christen hätten heute Angst, allein zu stehen, und passten sich an. Denn wer sich zu Jesus bekenne, zähle zu einer verachteten Minderheit. Nachfolge Jesus beinhalte auch schwere Wege. Doch wer um Jesu willen sein Leben „verliere“, gewinne es am Ende. Darum dürfe die Harmonie nicht an erster Stelle christlicher Erwartungen stehen. Dieser Platz gebühre allein Jesus.

Für evangelische Ohren klinge es etwas fremd, wenn die Bibel davon rede, dass er Glaube etwas koste – nämlich die hingebende Nachfolge Jesu. Dies stellte Jugendreferentin Sabina Lösch aus Ditzingen (links oben im Bild) in ihrer Bibelarbeit heraus (Mt. 10, 34-39). Die fröhliche Powerfrau und zweifache Mutter, die in der Barbarakirche mit ihrem engagierten Auftreten die Herzen gewann, traf die wunden Punkte: „Gott lässt uns durch Täler gehen und legt Stolpersteine in den Weg, damit er uns verändern kann. Es ist einfach, Christ zu sein und Gott zu vertrauen, wenn in unserem Leben alles glatt läuft!“ Jesus gehe es um die Frucht unseres Glaubens. Wichtig sei der „Blick über den Tellerrand“ auf das Ziel, den Lohn des Glaubens. In einer schweren Krankheitszeit hätte ihr das tägliche Lesen biblischer Verheißungen durchhaltende Kraft und Mut gegeben. - Das Bild oben zeigt in der Mitte einige Studierende des Friedrich-Hauß-Studienzentrums an ihrem Infostand, unten rechts die Studienassistentin Bettina Schwentker. In der rechten Hälfte einige Besucher, den Posaunenchor und Pfarrer Kugele mit Gemeindepfarrer Wacker (ganz rechts).

Der Ort Spöck im ehemaligen Henhöfer-Erweckungsgebiet auf der Hardt (KA-Land) sei nicht erst seit den Henhöfer-Tagen eine gastgebende Gemeinde, so Gemeindepfarrer Wolfgang Walch. Dass zum Christustag viele hierher „pilgerten“, habe ein lange Tradition und seine Wurzeln bei dem badischen Erweckungsprediger Aloys Henhöfer (1789-1862), der in Spöck als Pfarrer einst großen Zulauf hatte. Nachfolge Jesu sei aber keine leichte Sache, betonte Dekan Harald Klingler (Bad Urach / Bildmitte) in seiner Ansprache. Zweifel gehörten dazu und markierten das Unglaubliche an unsrem Glauben. Er sei immer „gewagter“ Glaube, ein „Hinausgehen über das Sicht- und Begreifbare, über das naturwissenschaftlich Beweisbare, das jedermann Erfahrbare und Einsichtige“. Deshalb sage der Hebräerbrief, der Glaube sei ein „nicht Zweifeln an dem, was man nicht sieht“.

In den Pausen der Begegnung trafen sich manche lange nicht mehr gesehehenen Freunde an den Ständen oder beim kleinen Vesper. Nicht nur am umlagerten Stand der Marburger Medien gab es kleine Kontakte und nette Gespräche, sondern auch am Stand unserer Vereinigung. Unser Monatsblatt „hoffen+handeln" (www.hoffenundhandeln.de) war längst noch nicht allen bekannt. Besonders die Referenten aus Württemberg staunten nicht schlecht, was die Badener doch für eine schmucke kleine Zeitschrift haben. In Spöck rief der neue Studienleiter des Friedrich-Hauß-Studienzentrums (FHSZ), Pfarrer Udo Zansinger, die große Versammlung dazu auf, die missionarischen Möglichkeiten innerhalb der Volkskirche wieder stärker zu nutzen. Im weithin unterschätzten und unbeachteten Religionsunterricht würden viel mehr (junge) Menschen mit der christlichen Botschaft erreicht als bei allen evangelistischen Aktionen zusammen. Zansinger (im Spöcker Bild oben ganz rechts mit zwei Studierenden aus Heidelberg-Schriesheim) empfahl den Gemeinden, den Kontakt mit den Religionslehrern zu pflegen und das Gespräch zu suchen. FHSZ-Studierende wirkten in Wort und Lied mit.

Auch in Ellmendingen stellten sich FHSZ-Studierende mit Powerpoint-Präsentation und einem Musikstück vor. Studienassistentin Bettina Schwentker erklärte, warum das Studienzentrum den Namen des badischen Dekans Friedrich Hauß (1893-1977) aus Pforzheim-Land trägt, der wissenschaftliches Arbeiten mit persönlichem Herzensglauben verbunden hat. Der FHSZ-Geschäftsführer Kurt Dittes rief die Gemeinde zu einer Kollekte für das FHSZ auf und verwies darauf, dass viele im persönlichen Glauben stehende Pfarrer, Lehrer und Ärzte aus dem 30-jährigen Haus hervor gegangen sind. Mancher habe hier zum fundierten Glauben gefunden, einige sogar ihren Ehepartner. Zur frohen Gemeinschaft in Ellmendingen trugen neben Moderator Günther Wacker auch das begabte Musikteam der Gemeinde und der flotte Posaunenchor bei. Am Ausgang wurden Prospekte des Henhöferheims, das christliche Wochenmagazin „idea-Spektrum" (siehe unten) und unsere Monatszeitschrift „hoffen+handeln" mitgegeben.

In Freiburg erfreute „Music & Message“ mit Marc und Silvi Eglès, Heinrich Reisich, Manuel Halter und Toni Kaufmann vom Janz Team. Pastor Friedhelm Appel vom Janz Team (rechts im Bild) moderierte. Initiativen stellten sich vor. Die Gruppe „Wach auf“ umrahmte die Vorträge von Pfarrer Ulrich Scheffbuch aus Filderstadt-Bernhausen (Bildmitte) und Pfarrerin Esther Schaaf aus Dettingen-Erms (Bild) im Paulus-Saal.

Kammermusik und Posaunen-Choräle belebten den Christustag in der Mannheimer Paul-Gerhardt-Kirche. Referent Jens Fischer vom Hilfswerk „Open Doors“ berichtete von seinen Eindrücken in Algerien und Nigeria, wo die Christen unter Druck stehen. Eindrucksvoll war für ihn der Umgang mit ihrer Bedrängnis gewesen. Ein Christ, der den Angriff radikaler Muslime überlebte, habe gesagt: „Wir laufen nicht davon. Unser himmlischer Vater wird sich um uns kümmern. Wir müssen hierbleiben und Christus verkündigen.“ Über den Widerstand, den der Glaube erfährt, sprach Pfarrer Dr. Rolf Sons vom Albrecht-Bengel-Haus in Tübingen (links im Bild), über den Glaubenszweifel Ernst Günther Wenzler (kleines Foto) aus Bad Canstatt. (Martin Kugele – 4. Juni 2010)
Die Ansprachen der Christustage finden sich unter www.christustag.de im Internet.
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